Bernhard, du bist Stadtrat für Bildung und Kleinkindbetreuung sowie Fraktionsobmann des Team für Bludenz (TFB). Stell dich kurz vor.
Mein Name ist Bernhard Corn. Ich bin in Bludenz aufgewachsen und seit vielen Jahren politisch aktiv. Als Stadtrat für Bildung und Kleinkindbetreuung sowie als Fraktionsobmann setze ich mich besonders für die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und Familien ein.
Dafür stehe ich: Ich stehe für eine sozial gerechte Politik, die niemanden zurücklässt. Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen darf kein Schlagwort sein, sondern muss gelebte Realität sein. Unabhängig von Herkunft, Einkommen oder persönlicher Lebenssituation soll jede und jeder die gleichen Möglichkeiten erhalten, sich zu entwickeln und erfolgreich zu sein. Gerechtigkeit, Fairness und ein solidarisches Miteinander sind die Werte, die mein politisches Handeln leiten.
Wie kamst du zur Gemeindepolitik?
Mein Interesse an politischen Entscheidungen war schon immer groß. Der direkte Weg in die Gemeindepolitik ergab sich durch viele Gespräche mit dem langjährigen Stadtvertreter und ehemaligen Arbeitskollegen Lorünser Norbert, mit dem ich damals ein Büro teilte. Über ihn entstand mein aktiver Einstieg – und mit der Zeit auch der Wunsch, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht für deinen Arbeitgeber oder die Bürger von Bludenz tätig bist?
Meine freie Zeit verbringe ich am liebsten in der Natur – beim Wandern oder auf Skitouren. Dort kann ich am besten abschalten, Energie tanken und den Kopf frei bekommen.
Was ist dein Lieblingsort bzw. deine Lieblingserinnerung in unserem Städtle?
Bludenz ist meine Heimat, hier bin ich aufgewachsen – und entsprechend viele Erinnerungen verbinden mich mit unserer Stadt. Von Hüttenbauen im Wald in meiner Kindheit bis zu netten Gesprächen in der Altstadt reicht die Bandbreite. Es ist weniger ein einzelner Ort, sondern vielmehr die vielen kleinen Momente, die Bludenz für mich besonders machen.
Was würdest du mit 100.000 € Budget umsetzen?
Dieses Geld würde ich in die Chancengleichheit unserer Kinder investieren. Für mein größtes Projekt – die Lösung der Situation rund um die Volksschule St. Peter – wäre zwar ein deutlich höherer Betrag notwendig, aber jeder Euro, der in Bildung investiert wird, ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.
Was könnten die Bludenzer von dir als Bürgermeister erwarten?
Da ich nicht als Bürgermeisterkandidat antrete, ist diese Frage schwer direkt zu beantworten. Grundsätzlich gilt: Gerade in Zeiten knapper Budgets ist es besonders herausfordernd, ausgewogene Entscheidungen zu treffen. Meine persönlichen Schwerpunkte würde ich jedoch klar in den Bereichen Bildung, Kinder, Jugend und Soziales setzen – denn für diese Themen schlägt mein Herz.
Was waren die größten Herausforderungen im Jahr 2025?
Die größten Herausforderungen lagen klar im Bildungs- und Betreuungsbereich. Steigende Kinderzahlen, fehlende räumliche Kapazitäten und gleichzeitig zunehmender Personalmangel haben uns stark gefordert. Dazu kommen finanzielle Rahmenbedingungen, die notwendige Entscheidungen nicht einfacher machen.
Welche Projekte liegen dir 2026 besonders am Herzen?
Es sind sehr viele Themen, die dringlich sind.
In den Kleinkindbetreuungseinrichtungen kämpfen wir gleichzeitig mit Platzmangel und Personalknappheit. Ähnlich stellt sich die Situation in den Kindergärten dar.
In den Volksschulen stehen wir vor der Frage, wie wir die Schülerbetreuung künftig organisatorisch und räumlich bewältigen können – auch hier wird es immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist mir die Mittelschule, die aus meiner Sicht mit einem ungerechtfertigt schlechten Ruf zu kämpfen hat. Hier müssen wir gemeinsam an einer positiven Weiterentwicklung und Wahrnehmung arbeiten.
Und natürlich liegt mir mein großes Projekt rund um die Volksschule St. Peter besonders am Herzen – eine Aufgabe, die mutige Entscheidungen und langfristige Lösungen erfordert.